Mietervertreter

Einsatz für die Bewohner im Gemeindebau

 

Wenn es um viel und um viele geht, ist “Aufgeben” keine Option. Denn:

“Aufgeben tut man einen Brief!”

Eine Vorgeschichte schon von Geburt an:

Seit der Geburt 1955 bin ich im “Hugo Breitner Hof” aufgewachsen – einem der größten und wohl auch schönsten Gemeindebauten der Stadt Wien. Als Kleinkind die meiste Zeit über bei meinen Großeltern in der sogenannten “Alten Leute Siedlung” (ich bin hinten der kniende Bub mit der weißen Kappe neben Oma und Opa).

 

Auch später meistens in einem Gemeindebau wohnhaft:

Auch nach meinem endgültigen Auszug aus der elterlichen Wohnung habe ich meistens in einem Gemeindebau gewohnt – im Blat-Hof  und in der Gemeindeberggasse 10-24. Obwohl letzterer vor allem für die Kinder ein wahres Paradies war, entpuppte sich schon hier, dass Mieter für wesentliche Kosten durch die Wohnhausverwaltung der Stadt Wien ungerechtfertigt zur Kasse gebeten werden (sollten). Ich wurde Mitglied im dort Ende 1998 gegründeten Mieterbeirat – und es konnte abgewendet werden, dass für eine umfassende Sanierung ungerechtfertigt die Mieter aufkommen müssen.

Anmerkung: Leider hat die Stadt Wien aufgrund dessen die Anlage dann weiterhin dem Verfall preisgegeben.

 

Rückkehr in den Hugo Breitner Hof:

Durch meine zweite Beziehung (und bald darauf Ehe) bedingt kehrte ich 2004 in den Hugo Breitner Hof zurück.

2006 wurde ich aufgrund meiner Vorkenntnisse – gerade zum Thema “Sanierung” (die für den Hugo Breitner Hof damals noch lief) – und eines Todesfalls im Mieterbeirat wurde ich gefragt, ob ich Mitglied des Mieterbeirats im Hugo Breitner Hof werden möchte. Was ich gerne annahm – um bestmöglich zu helfen. Auch mein Vater und mein Onkel waren damals bereits Mitglieder.

Schon bei den Mietzinsverrechnungen für 2007 und davor wurden gravierende Unstimmigkeiten entdeckt, die dann später in erfolgreich abgeschlossenen Mietrechtsverfahren endeten, da Wiener Wohnen trotz mehrfachem Kooperationsangebot des Mieterbeirats nicht bereit war, die Differenzen gütlich zu regeln. 

Das ging bis zu falschen Mietobjektsgrößen und exorbitanten Überteuerungen bei Grünflächenarbeiten der eigenen Tochterfirma.

Vieles konnte der Mieterbeirat für die Mieter erfolgreich bekämpfen – so wurden zum Beispiel die gesamten Kosten aus der Sanierung (bei der es ursprünglich sogar eine Nachbelastung geben sollte) zurückgeholt! Der Betrag – allein für unsere Wohnhausanlage – beläuft sich bereits auf viele Millionen Euro.

Auch bei Problemen im Umfeld unserer Wohnhausanlage setzt sich der Mieterbeirat ein – wie z.B. beim Neubau des Stadions für den SK Rapid oder beim Schul-Neubau in der Deutschordenstraße.

Auch aus der Idylle, in der ich aufgewachsen bin ist inzwischen leider ein versperrter “Secret Garden” und umstrittener Zankapfel geworden!

Hier die allgemeinen Videos zum Thema “Mieterbeirat”.

 

Wir kämpfen weiter – obwohl es uns durch die Politik immer schwieriger gemacht wird und durch die Medien so gut wie keine Unterstützung mehr erfolgt. Ja sogar über die Justiz wird es zunehmend schwieriger statt leichter. 

Und wir leisten – so gut es geht – auch Betroffenen aus anderen Wohnhausanlagen “Nachbarschaftshilfe”.

Das Netzwerk wächst und wächst – weniger im “offiziellen” Bereich (weil die Angst vor Repressalien – begreiflicher Weise und leider nicht unberechtigt – riesengroß ist), aber in den informellen Verbindungen.